504. Tag
- siddhiroth
- 17. Mai
- 3 Min. Lesezeit
"Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein...." Und genau dieses Lied von "Reinhard Mey" (und ich vermute die einen andere anderen kennen das Lied oder singen sogar mit) kam mir durch den Kopf, als wir heute über den Wolken flogen.
Doch von Anfang an - Für heute haben wir uns was ganz besonderes ausgesucht und zwar ein Panoramaflug über das Himalaya-Gebirge. Und so hiess auch heute wieder ganz früh aufstehen und zwar um vier Uhr morgens, da uns ein Taxi abholte und zum Flughafen brachte.
Es war ein eigenartiges Gefühl, da wir wussten, dass wir morgen gegen acht Uhr genau auch wieder an denselben Flughafen fahren würden. Doch dieses Mal ging es nicht zum Internationalan Terminal, wo die internationalen Flüge sind, sondern zu den “Domestic Terminals.
Gespannt sassen wir im Flieger und sahen, wie die Sonne den Himmel in sanfte gelb und Rottöne färbte. Es ging los und die Aussicht, die vor uns zu sehen war, war atemberaubend. Wir sahen nicht nur den bekanntesten und höchsten Berg der Welt, den "Mount Everest", sondern auch unzählig andere Berge wie den “Lhotse” oder den “Melungtse”, die fast gleich hoch waren und aus dem nichts hervorzuragen schienen.
Nach diesem unglaublichen Erlebnis fuhren wir ins Hotel zurück und nahmen ein gemütliches Frühstück im “Rise and Grind” Kaffe ein.
Kurz vor dem Mittag wurden wir von einem
Tourguide abgeholt, welcher uns die 7 Unesco Kulturstätten in “Kathmandu” zeigte. Da wir den “Changu Narayan Temple” bereits gestern gesehen haben, liessen wir diesen aus und startete mit dem “Hanumandhoka Durban Square”
Der Palast und die umliegenden Hinduistischen Tempel sind etwa 500 Jahre alt und tragen den Namen von der Statue des Gottes Hanuman. Wir erfuhren viel über die einzelnen Innenhöfe die sich im Palast befinden und lernten die „Bhairava“, eine zornige Darstellung von „Shiva“ kennen.
Als nächstes hing es etwas in die Höhe wo die „Swayanbhu Stupa“ stand, auch „Affen Tempel“ genannt. Der Name bedeutet etwa soviel wie „sich selbst erhebend“ und bezieht sich auf eine Legende, dass Kathmandu einst ein See war und der „Buddha Manjushri“ (nicht der erste Buddha) diesen entleerte, indem er mit seinem Schwert den Berg halbierte. In dieser Buddhistischen Gedenkstätte sahen wir viele Stupa und Gebetsfahnen, die ihre Mantren in den Wind tragen.
Der „Patan Darbar Square“ welcher das Zentrum der „Malla“-Dynastie war zum einen wegen den drei grossen Tempels sehenswert aber auch der Palast mit den gemütlichen Innenhöfen und dem Museum ein schöner Besuch. Unser Guide erzählte uns, dass die meisten Tempel durch das Erdbeben in Jahr 2015 beschädigt wurden oder gar einstürzten. Doch wurden die Strukturen durch aufwendige Arbeit wieder originalgetreu Rekonstruiert.
Bis zum „Bhaktapur Durbar Square“ dauerte es knapp eine Stunde mit dem Auto und so nutzten wir die Zeit, um etwas vom zubereiteten Lunchpaket zu essen. Auch dieser Palast wurde einst von der „Malla“ Dynastie erbaut und bewohnt. Dieses geschützte Quartier hat einen ganz besonderen Charm. Nämlich sind verzierten Backstein mit den kleinen Läden sehr schön. Auch die hinduistischen Tempel sind wieder prächtig anzusehen. Vorallem die fünfstöckige „Nayatapola“ Pagode, welche als einziges das grosse Erdbeben unbeschadet überstanden hatte, hat uns fasziniert.
Der nächste Halt war die „Pashupatinath“ Tempelanlage, welche am „Bagmati“ Fluss liegt. Der Tempel ist „Shiva“ gewidmet und wird als Kremationsstätte der hinduistischen Bevölkerung benutzt. Gerade fand eine dieser Zeremonieen statt, was uns etwas überraschte und gleichzeitig berührte. Unser Guide erzählte, die Verbrennung ist so „öffentlich“, weil nur so der Körper zurück in die fünf Elemente (Wasser, Feuer, Luft, Himmel und Erde) zurückkehren kann.
Als letzter Besichtigungsort war die grösste buddhistische Stupa von Asien dran. Die grosse Kuppel wurde bereits im 14. Jahrhundert erbaut und ist der einer wichtigste Pilgerort vom tibetanischen Buddhismus. Wir sahen viele Mönche, Gebetsmühlen und durften einen kleinen Blick in das älteste Kloster von „Kathmandu“ werfen.
Mit vollen Eindrücken setzten wir uns ins Restaurant und bestelltem für den letzten Abend „Momos“ und „Fish’n’Chips“ und liessen unsere lange und intensive Reise revue passieren.




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