474. Tag
- siddhiroth
- 15. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Apr.
Der Schlafbus ratterte durch die Nacht und wir lagen nun endlich auf unseren Liegeplätzen im Schlafabteil. In diesem «Sleep over Bus» würden wir neun Stunden bis nach «Varanasi» fahren. Im Bett dachte ich mir, so wie der Bus färt, würden wir vermutlich in 5 Stunden die ca. 600 Kilometer hinter uns legen. Mein Partner und ich hatten ein Doppelbett und mein Bruder ein Einzelbett. Während es uns alle in diesen Bettern herumgeschleudert wurde, versuchten wir etwas Schlaf nachzuholen. Obwohl das Kopfkissen steinhart war, konnten wir etwas schlafen, bis uns eine Stimme unsanft aus dem Schlaf weckte und uns auf den nächsten Halt hinwies. Wir hatten eine kurze Pause bei einer Raststätte, wo wir uns nochmals mit einer kleinen Mahlzeit verpflegten, bis der Bus durch die Nacht brauste.
Pünktlich um fünf Uhr kamen wir an der Endhaltestelle an, wo wir nochmals ein Tuk Tuk nahmen, bis es zum Hotel „Brij Hari Villa“ ging.
Erstaunlicherweise konnten wir bereits einchecken und so holten wir nach einer erfrischenden Dusche, ein paar Stunden Schlaf nach.
Um 10 Uhr standen wir mit einem leeren Bauch auf und machten uns auf, um einerseits die Umgebung zu erkunden und andererseits ein nettes Café, das „Aum Café“, zu besuchen, welches eine liebe Mitarbeiterin von mir weiterempfahl. Das Essen war tatsächlich sehr schmackhaft und so konnten wir sogar eine Fruchtschale mit gutem Gewissen bestellen.
Nach dem leckeren Essen gingen wir zum ersten Mal an den „Ganges“ und schlenderten daran entlang, bis wir zu einem Park und dann zum Hotel kamen, um uns zu erfrischen.
Die Temperatur stieg heute auf ca. 40 Grad an, was wir vor allem am Nachmittag spürten. Nach einem Powernap machten wir uns für eine Bootstour bereit.
Unser Erlebnis startete bei der „St. Thomas Church“, wo uns der Tourguide begrüßte. Er brachte uns zu einer steilen Treppe, die zum „Ganges“ führt. Als wir auf unser Boot warteten, sahen wir viele Hinduisten, die sich im Fluss waschen, bevor sie in den Tempel gingen. Während der Fahrt erklärte uns der Guide vieles über die „Gahts“ (die Tempel, frei übersetzt Untergang) und die Religion. Wir sahen unter anderem Kremationen, Zeremonien und hatten auch noch etwas Zeit für ein paar Fotos. Ein ganz wichtiger Teil des Hinduismus ist die Reinkarnation (Wiedergeburt) und die Erleuchtung, wobei die Wiedergeburt als mühselig und als Strafe angeschaut wird. Um diesen Zyklus mit Sicherheit zu durchbrechen möchten viele Gläubige in Varanasi sterben um ihre Asche der Ganges zu übergeben.
Wieder an Land durften wir einer „Ganga Arti“-Zeremonie zusehen. Mit den Glocken, Trommeln, Rauch und Feuer ehren und beten die Priester den Fluss und die Göttin „Ganga“ täglich nach dem Sonnenuntergang an. Während diesem Abends traute sich Siddhi ihren linken Fuss und beide Hände in dem Wasser zu Baden. Demnach ist sie nun zum Teil heilig.
Am Abend gingen wir ins „Shree“-Restaurant, wo wir leckeres Curry essen und danach zum ersten Mal in Indien aus einer frischen Kokosnuss trinken.
Auf dem Nachhauseweg besorgten wir Wasser und gingen mit dem Tuk-Tuk zurück ins Hotel.
Adresse: B1/201, Assi Rd, opp. Shri Ram Janki Math, Assi Ghat, Shivala, Varanasi, Uttar Pradesh 221005




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