483. Tag
- siddhiroth
- 25. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Früh am Morgen wurden wir von ungewöhnlichen Stimmen und Musikklängen geweckt und zwar von indischer Gebetsmusik, die man auch oft in den Bollywoodfilmen hören kann.
Wir standen auf, packten unsere Sachen zusammen und wurden von unserem Taxifahrer abgeholt, welcher uns mit verschiedenen Zwischenstopps, nach "Udaipur" fährt.
Es war bereits schon ziemlich heiss, als wir auf der Autobahn in Richtung Süden flitzen. Die Strasse war praktisch leer ausser ein paar Autos, einer Pferdekutsche (welche das „PS-Pferde stärke“ wirklich ernst nahm), Menschen, Mopetfahrer die in die verkehrte Richtung fuhren und einige Kühe die friedlich und seelenruhig über die Strasse latschten. Unser Fahrer fuhr etwas kriminell und man hätte meinen können, er wäre aus einem James-bond-Film entsprungene. So kamen wir bereits um ca. 11 Uhr bei unserer ersten Destination an.
Der „Ranakpur Jain Tempel“, ist der ältesten „Jain“ Tempel von Indien. Der Rein aus weissen Marmor gebaute Tempel beeindruckte uns durch die feine Steinmetzkunst und die grossartige Symetrie. Zum Beispiel hat der Tempel mehr als 1400 Marmor Stützen und keiner von denen gleicht einem anderen. Ein Priester sagte uns, dass wir den Tempel im Uhrzeigersinn ablaufen sollen. Ein anderes Ritual wäre auch gewesen, dass man unter dem Elefanten von links nach rechts durchkriechen sollte und dann ein Wunschgebet ausstossen sollte. Ich habe dies jedoch nicht ausprobiert und hoffe nur, dass es mir nicht Unglück bringt.
Als nächstes fuhren wir zum „Kumbhalgarh Fort“, auch hier waren wir von der Grösse der Anlage beeindruckt. Allein die dazugehörige Mauer ist 36 Kilometer lang und erinnerte uns stark an die Chinesische Mauer. Speziell die grossen, halbrunden Ausbuchtungen der Mauer fanden wir faszinierend.
Im Fort selbst fanden wir ganz oben auf der Dachterasse unseren Lieblingsplatz. Durch einen kleinen Balkon in der Aussenmauer hatten wir dort eine unglaublich schöne Aussicht und eine starke Brise kühlte uns an diesem heissen Tag etwas ab.
Als wir in "Udaipur ankamen, bezogen wir unsere Zimmer im Hotel „Vallabh Garh“. Wir bekamen ein Zimmer direkt mit Blick aufs Wasser - der Sonnenuntergang war sehr schön. Der Hunger trieb uns auf die Terrasse des Restaurants „Saga Lake View“, wo wir unser Abendessen und den Sonnenuntergang genossen.




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