497. Tag
- siddhiroth
- 8. Mai
- 3 Min. Lesezeit
"Ich muss durch den Monsun hinter die Welt ans Ende der Zeit bis kein Regen mehr fällt" - kennt ihr noch dieses Lied? Dieses Lied von den "Tokio Hotel", einer deutschen Musikband, ging mir durch den Kopf, als wir um 18 Uhr im Auto zurück in Richtung Hotel fuhren.
Doch erstmal von Anfang an. Am Morgen oder besser gesagt in der Nacht, standen wir um vier Uhr auf und machten uns mit Turnschuhe, Wasserflasche und Stirnlampe für einen sportlichen Morgen bereit. Der Fahrer stand bereits mit dem Auto in der Einfahrt.
Heute fuhren wir zum „Sigiriya Rock“ oder auch „Lions Throat gennant“, welcher bekannt ist durch Instagram oder auch das Musikvideo von „Duran Duran“
Da wir beim Aufstieg keine Zeit verlieren sollten, schickte uns der Fahrer, nachdem wir die Tickets bezahlten, voraus.
In der dunklen Nacht hörten wir nicht nur die Hunde bellen, sondern sahen auch ihre schemenhafte Gestalt, wie ein Schatten an uns vorbei huschen. Zum Glück hatten wir unsere Stirnlampen eingepackt und do erkannten wir die Hunde an ihren funkelnden Augen.
Nach einem 15-minütigen Aufstieg, wir kamen gut voran, gelangten wir nach vielen Stufen endlich auf den höchsten Punkt des Tafelberg artigen Felsen.
Da wir die allerersten waren, konnten wir den fantastischen Ausblick für uns geniessen. Unter uns was das Nebelmeer, während sich die Wolken mehr und mehr rosa färbten.
Mittlerweile sammelten sich einige Menschen oben und um sechs Uhr, sah man den wunderschönem Sonnenaufgang und die 360Grad rundum Aussicht.
Mittlerweile kam unsere Guide auch oben an und so konnte er uns spannende und geschichtliche Details über die Ruinen welche um das 3. Jahrhundert erbaut wurde geben.
Der „Sigiriya Rock“ ist eine Festung und Palastanlage die von einem „Sri Lankischem König erbaut wurde nachdem er seinen Vater gestürzt hatte. Sehenswert sind zum einen die symetrischen Gärten oder auch die Überresten der Fresken, die einst die ganze Westwand zierten.
Der Hunger meldete sich bereits und so fuhren wir zum Hotel zurück, wo wir erstmals Frühstückten und eine kurze Zwischenpause hatten.
Gestärkt machten wir uns um 14 Uhr auf den Weg nach „Polonnaruwa“, um die Ruinen des Palastes und des alten Bhuddistischen Klosters anzuschauen. Da es unglaublich viele Informationen zu jedem noch so kleinen Stein gibt, fassen wir die wichtigsten Details zusammen.
Unser Guide sagte uns, dass man grundsätzlich bei den verschiedenen Tempeln, nie hunder prozent weiss, was damals virgefallen war oder warum die Menschen was wo und wie gebaut haben. Es sind annahmen, die man versucht hat aus den gegebenen Ruinen und Fundstücken herauszufinden um dadurch eine plausible Erklärung und passende Geschichtliche zu finden.
Die Ruinen stammten hauptsächlich von drei Königen, deren Namen wir kaum merken können und ca. vom 10. bis 13. Jahrhundert erbaut wurden. Am beeindruckendsten waren die Bhuddistischen Stupen und ehemalige Tempel in denen einst der Zahn von Bhudda aufbewahrt wurde. Auch der Felsentempel mit den vier Abbildungen von Bhudda, der noch immer für Gebete benutzt wird, war sehr schön.
Nach unserer spannenden vier stündigen Tour durch die Geschichte der alten Könige von Sri Lanka, setzten wir uns ins Auto und fuhren zurück.
Als wir im Auto waren verdunkelten sich die Wolken schlagartig und plötzlich kam der Regel und prasste unaufhaltbar auf das Autodach. Es fing an zu blitzen und donnern und die Bäume beugte sich heftig im Wind. Unser Fahrer versuchte so gut wie möglichst, das Auto um die Mopetfahrer, Fussgänger und andere grosse Lastwagen zu zirkeln - was in dieser heftigen Situation ein schwieirges Unterfangen war.
Schlussendlich hatten wir das Hotel nach zwei Stunden Autofahrt erreicht und wir waren alle froh, dass wir uns frisch machen und das Abendessen einnehmen konnten.
Obwohl der Strom ausgefallen war und es ziemlich dunkel wurde, fanden wir es umso schöner, da sich das Restaurant nun in ein romantische Szenerie mit Kerzenlicht verwandelt hatte.




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