127. Tag
- siddhiroth
- 7. Aug. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Da Siddhi einen ruhigen Morgen machen wollte, macht ich mich heute Morgen alleine auf den Weg, die Erzminen unter dem Berg “Cerro Rico”zu erkunden. Gemeinsam mit sechs weiteren Personen unserer Reisegruppe wurde ich um neun Uhr im Hotel abgeholt. Als erstes bekamen wir die Ausrüstung, welche aus einem Helm mit Lampe, einer Überziehhose und einer Überziehjacke bestand. Nachdem wir uniformiert waren, fuhren wir auf den “Minersmarket” wo wir Kokablätter, Früchte und Fruchtsäfte für die Mienenarbeiter und deren Familien kauften, um uns für die Gastfreundschaft zu bedanken.
Bei der Miene angekommen, wurden wir von vielen Hunden begrüsst, die in diesem Ort zum Schutz vor Dieben gehalten werden. Auch die bekamen ein Geschenk (Brot) und so konnten wir sie auch direkt freundlich stimmen.
Endlich konnten wir die Miene betreten. Gleich am Anfang ging es etwa fünf Meter nach unten, wo wir über eine Leiter hinunterklettern mussten, um danach durch einen niedrigen Gang zu kriechen. Unser Guide erklärte uns, dass die Gänge immer entlang der Erzadern gegraben und noch heute Mineralien abgebaut werden. Speziell war der kurze Moment, als wir die Taschenlampen abgeschaltet hatten und einige Meter in völliger Dunkelheit durch die Gänge laufen / abtasten mussten .
Einen Halt machten wir auch beim “El Tio” einem Schutzpatron dieser Mine, um ihn mit Gaben zu beschenken. Wir brachten ihm Kokalätter, hochprozentiger Alkohol und steckten ihm eine brennende Zigarette in den Mund. Danach ging es bereits wieder zum Haupteingang und ich war tatsächlich froh, wieder das Tageslicht zu sehen und frische Luft zu atmen.
Am Abend kochten wir gemeinsam mit der Reisegruppe “Empanadas”, die wir einerseits mit Gemüse und andererseits mit Fleisch füllten. Das gemeinsame Kochen, Essen und Kartenspielen war sehr entspannt und rundete die gemütlich Zeit in ”Potosi” ab.








Kommentare